Das Zeitfahren ist Teil einer Rundfahrt und auch bei einer einwöchigen Rundfahrt ist es in den Etappenplan eingearbeitet. Es gibt aber verschiedene Formen von Zeitfahren von kurzen bis langen Zeitfahren über das Mannschaftszeitfahren bis zum Bergzeitfahren. Das Bergzeitfahren ist dabei etwas für die Kletterer und spielt für die Gesamtwertung eine große Rolle.
Der Name Bergzeitfahren ist Programm und das heißt, dass gegen die Uhr einzeln gefahren wird, wie dies bei jedem anderen Zeitfahren auch der Fall ist - Ausnahme: Mannschaftszeitfahren - aber es wird zugleich auf einen beachtlichen Berg hinaufgeklettert. Hügel werden in längere Zeitfahren immer wieder eingebaut, damit der Rhythmus unterbrochen wird und die Fahrt sich damit schwieriger gestaltet. Beim Bergzeitfahren wird hingegen ein beachtlicher Berg ausgewählt und es kann gut 700 oder mehr Höhenmeter nach oben gehen, gleichzeitig ist jede Sekunde wichtig, sodass man stets unter Druck steht. Ein Bergzeitfahren kann für den Ausgang einer ganzen Rundfahrt entscheidend sein und bevorzugt die Bergziegen - die stärksten Kletterer. Genau jene sind meist klar unterlegen, wenn etwa ein flaches, aber langes Einzelzeitfahren am Programm steht.
Bei langen flachen Einzelzeitfahren muss man eine hohe Geschwindigkeit lange halten können, das ist bergauf nur bedingt möglich. Denn ein Berg ist selten gleichmäßig wie ein Lineal aufgebaut und so gibt es steilere Rampen und flachere Stücke, weshalb es zum Rhythmuswechsel kommt. Außerdem fahren die Radprofis häufig auch im Stehen und versuchen so noch mehr Kraft einzusetzen, um das Tempo hochzuhalten.
Üblicherweise beginnt ein Bergzeitfahren mit ein paar flachen Kilometern, sodass man sich einrollen kann. Danach steigt das Profil an und findet seinen Höhepunkt im Ziel, dem höchsten Punkt der Fahrt. Die Kunst beim Bergzeitfahren besteht darin, seinen Rhythmus richtig zu wählen, nicht zu schnell zu beginnen, aber auch nicht die ersten Kilometer zu verschlafen. Die Favoriten haben größtenteils den Vorteil, dass sie über die Zwischenzeiten informiert sind und können sich das Rennen besser einteilen.
Gewonnen werden Bergzeitfahren entweder von den Favoriten selbst, die gut die Berge hochfahren können müssen oder von Bergfahrern, die für eine solche Übung bestens geeignet sind, in der Gesamtwertung aber meist keine Chance haben, weil sie dazu nicht beständig genug sind.
Diese Form von Zeitfahren kommt nicht allzu oft vor, wird aber doch ganz gerne zwecks Abwechslung eingebaut. Bei Bergetappen über hohe Gipfel kann das Team einem Favoriten weiterhelfen und er kann sich zumindest über lange Strecken im Windschatten verstecken. Beim Bergzeitfahren ist das nicht möglich. Hier muss vom ersten Meter an selbst gezeigt werden, was man drauf hat. Die Abstände sind bei einem solchen Zeitfahren aber meistens eher gering, und zwar deshalb, weil solche Zeitfahren überwiegend nur über 10 bis 20 Kilometer verlaufen. Das ist anstrengend genug, aber die Favoriten in der Gesamtwertung der großen Rundfahrten können alle gut über die Berge fahren.
Nicht jeder ist ein ausgewiesener Kletterer, aber man ist so stabil, dass man sich nicht leicht abhängen lässt - andernfalls hat man in der Gesamtwertung keine Chance. Daher ist das Leistungsvermögen auch ein ähnliches und so gibt es nicht die ganz großen Abstände. Allrounder und erst recht die Sprinter verlieren hingegen einige Minuten und mögen so eine Etappe gar nicht. Nicht wegen des Abstandes, sondern weil das Hochklettern alleine einfach mühsam ist. Im Gruppetto kann man sich gegenseitig helfen.
Der Radsport ist vielseitig und reicht von der Bahn über BMX-Rennen bis zur Straße. Aber gerade die Straße oder der Straßenradsport hat besonders viel Tradition und weiterhin eine große Bedeutung. Besonders die Tour de France wird rund um den Erdball präsentiert, aber auch die Eintagesklassiker im Frühjahr interessieren die Massen.
Daher gibt es viele Begriffe, die sich herausgebildet haben. Wir haben sie in Kategorien untergliedert, die von den Bewerben und der Rennabwicklung bis zu einschlägigen Begriffen im Renngeschehen reichen.
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